Der Pastoralrat
In unserer Diözese leben 215.000 Katholiken mit einer anderen Muttersprache als der deutschen. Sie kommen aus 160 unterschiedlichen Nationen. Davon stammen 180.000 Katholiken aus 11 Ländern und die weiteren 40.000 aus 150 verschiedenen Ländern.
Diese muttersprachlichen Katholiken gehören zur jeweiligen Kirchengemeinde, auf deren Gebiet sie ihren Wohnsitz haben. Zur Förderung der eigenen kulturellen und religiösen Identität und zur Entwicklung einer interkulturellen Pastoral in den jeweiligen Seelsorgeeinheiten sind neben den 1036 Kirchengemeinden weitere 98 eigenständige Gemeinden für Katholiken anderer Muttersprachen errichtet. Diese werden von einem Pfarrer in Zusammenarbeit mit dem gewählten Pastoralrat und den anderen hauptberuflichen pastoralen Diensten geleitet.
Der Pastoralrat trägt mit dem Pfarrer zusammen die Verantwortung für das Gemeindeleben, soweit keine anderen Regelungen entgegenstehen, etwa hinsichtlich der rechtsgeschäftlichen Vertretung.
Grundlegende Herausforderungen für die kommende Wahlperiode sind:
- Impulse zur Förderung und Entwicklung einer interkulturellen Pastoral
- die Weiterentwicklung der pastoralen Konzepte zur Vernetzung von Kirchengemeinden und muttersprachlichen Gemeinden
- Integration der muttersprachlichen Gemeinden in die Strukturen der Diözese und Partizipation der Katholiken in den jeweiligen Gremien
Die Wahl des Pastoralrats erfolgt im selben Turnus wie die des Kirchengemeinderats. Die Vorschriften der Kirchengemeindeordnung gelten entsprechend. Eine Ausnahme gibt es im Anteil der nach Kirchengemeindeordnung gewählten Mitglieder, deren Gesamtzahl höchstens 1/3 anstatt höchstens 1/6 betragen darf. Im Übrigen gelten die Bestimmungen der Ordnung.
Ein Projekt der Diözese Rottenburg-Stuttgart, 2009 - www.drs.de - Kontakt - Impressum - Sitemap
